Der Polterabend ist das formloseste Fest im ganzen Hochzeitsablauf — und genau deshalb dasjenige, bei dem am meisten schiefgeht, wenn nichts abgesprochen ist.
Der Brauch
Zerschlagen wird Porzellan und Steingut, weil die Scherben Glück bringen sollen. Das Brautpaar kehrt gemeinsam auf — das ist der eigentliche Kern, nicht das Zerschlagen.
Was nicht zerschlagen wird
- Glas und Spiegel. Beides bringt nach dem Brauch Unglück, und Glasscherben sind gefährlicher, als die meisten annehmen.
- Steingut in großen Mengen. Ein Karton reicht; drei Kartons machen aus einem Brauch eine Aufräumaktion.
Was mit dem Haus zu klären ist
- Ob und wo gepoltert werden darf — meist draußen auf einer befestigten Fläche.
- Wer aufkehrt und wohin die Scherben kommen.
- Bis wann draußen gefeiert werden darf; ab 22 Uhr gilt die Nachtruhe, und ein Polterabend spielt sich naturgemäß im Freien ab.
- Ob die Gäste ohne Anmeldung kommen dürfen. Traditionell ist ein Polterabend offen — für die Küche ist das eine Herausforderung.
Die offene Gästezahl
„Wer kommt, kommt“ ist die schönste und die schwierigste Eigenschaft des Polterabends. Sagen Sie dem Haus eine Spanne und rechnen Sie eher großzügig — Essen, das übrig bleibt, ist ein kleineres Problem als Gäste, die nichts bekommen.
Häufige Fragen
- Was wird beim Polterabend zerschlagen?
- Porzellan und Steingut. Glas und Spiegel gehören nach dem Brauch nicht dazu und sind außerdem gefährlich.
- Muss man sich zu einem Polterabend anmelden?
- Traditionell nicht — er ist offen für alle. Für die Küche ist das schwierig, deshalb sollte dem Haus eine realistische Spanne genannt werden.
- Bis wann darf ein Polterabend draußen laufen?
- Bis 22 Uhr; danach gilt die Nachtruhe und es sollte drinnen weitergehen. Klären Sie das vorher mit dem Haus.
Dieser Text stammt vom Dörpshus Hürup, Zur Sporthalle 14, 24975 Hürup. Wir schreiben hier über unsere eigene Arbeit; ein Preisvergleich oder eine Bewertung anderer Häuser ist er nicht.